Chronik der Feuerwehr Zwebendorf
In den 20iger Jahren hieß die Feuerwehr noch Spritzmannschaft. 1927 beschloss die Spritzmannschaft, eine neue Feuerspritze zu kaufen.
In den darauffolgenden Jahren, 1928-1930, wurde entschieden, dass die Spritzmannschaften eine Entschädigung bei ausbrechenden Feuer pro Stunde 1,00 Mark und des Nachts 1,50 Mark erhalten sollen.
Auch bei Übungen erhalten die Spritzmannschaften 50 Pfennig Aufwandsentschädigung.
1930 wurde weiterhin entschieden, dass das Alarmhorn wieder instand gesetzt werden soll und dieses dem Nachtwächter Voigt übergeben wird.
Die Gemeinde Zwebendorf stellt zur Ausübung des Feuerlöschdienstes die Bespannung der Feuerspritze, den Spritzmeister, einen ausgebildeten Mann und 6 Druckmannschaften.
Die Gemeinde Droyßig stellt einen bespannten Mannschaftswagen, einen ausgebildeten Mann und 3 Druckmannschaften.Sämtliche Druckmannschaften sollen gelbe Armbinden erhalten.
Der Spritzenmeister Jolie soll im Jahr 30,00 Mark erhalten und dafür die Spritze sauber- und instand halten. Er soll vor seiner Haustür eine elektrische Brennstelle anbringen und diese beim An- und Abspannen einschalten.
Erst im Jahr 1934 kommt es zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Zwebendorf.
Genau am 12.02.1934 wird die Bildung einer freiwilligen Feuerwehr beschlossen.
Die Ausrüstung der Feuerwehr, sowie die Verbandsbeiträge übernehmen die Gemeinden Zwebendorf zu 2/3 und Droyßig zu 1/3. Die Ausrüstung bleibt Eigentum der Gemeinde.
Die Mitglieder der ersten Freiwilligen Feuerwehr sind:
Otto Wilde; Erich Finke; Albert Klepzig; Alfred Hensel; Herrmann Städter; Willi Beyer; Kurt Wünsch; Willi Wilde; Ewald Krabbes; Paul Lange; Herrmann Jahn und G. Obst.
Im Jahr 1935 wird die Beschaffung der Gasmasken um ein viertel Jahr verschoben. Die Spritze erhält ein vorschriftsmäßiges Rücklicht.
Genau zu dieser Zeit gibt der Bürgermeister bekannt, dass angeregt durch den Landrat in Delitzsch, die Gemeinden Zwebendorf und Droyßig zu einer Gemeinde zusammengelegt werden. Die Gemeinderäte stimmten zu und als neuer Name wurde Zwebendorf vorgeschlagen.
1938 wird beschlossen, eine tragbare Kraftspritze Modell 1000 für die Feuerwehr zu bestellen. Die Bedingung dazu ist, dass die Gemeinde 500,00 RM zahlt und der Kreis den Rest übernimmt.
Am 4. April 1942 ist es soweit, die Rechnung der neuen Spritze wird bekannt gegeben. Diese beträgt 3535,38 RM. Die Gemeinde übernimmt einen Anteil von 535,38 RM.
11. September 1944 an diesem Tag kam die Motorspritze zum ersten Mal zum Einsatz. Es gab Schäden durch Fliegerangriffe im nordwestlichen Teil des Dorfes, Gebäudeschäden und 2 Schwer- und 3 Leichtverletze.
August 1967 brennt nach einem Blitzschlag die volle Hofscheune auf dem Hof Henkel. Die Kühe im anschließenden Stall, konnten abgekettet und gerettet werden. Der Blitzschlag zeichnet die Lehmwand im Innern und glüht die Fundamentsteine aus. Diese sind noch nach Tagen warm.
1968 – Feueralarm – unter dem Schleppdach gelagertes Stroh im Rinderzuchtbetrieb steht in Flammen. Das Nachbargebäude nimmt durch die Hitze Schaden. Kinder haben gezündelt.
Am 10.12.1982 stürzt eine Lehmwand unseres Gerätehauses in Jolies angrenzenden Garten.
In der Nacht vom 25.04.1983 ist um 1:30 Uhr Feueralarm. Die Schlepphalle der Pflanzenproduktion Queis in Zwebendorf steht in Flammen.
Nur wenig kann gerettet werden. Ein Opfer der Flammen sind 1 Notstromaggregat 4ZT303; 3 K700A und eine Planierraupe S100. Der Schaden beträgt 800.000 Mark. Die Ursache war Selbstentzündung.
Am 19. Mai 1984 findet zur Ehre des 50 jährigen Bestehens der Feuerwehr Zwebendorf der Wirkungsbereichsausscheid in Zwebendorf statt.
Von den 19 Mannschaften siegt die Wehr der Malzfabrik Landsberg. Als Gäste waren geladen Vertreter vom Rat des Kreises, Bürgermeister, LPG – Vorsitzender, Wirkungsbereichsleiter Schwabe aus Reußen und der letzte Gründungsvertreter Albert Klepzig.
Mitglieder im Jubiläumsjahr 1984
| Wehrleiter |
Frieder Mann |
| Löschmeister |
Gerhard Nolte, Albert Linke, Achim Jungmann |
| Unterbrandmeister |
Arthur Knaut |
| Hauptfeuerwehrmann |
Werner Jolie, Gerhard Borstel, Lothar Finke, Hans-Georg Schlemmer, Roland Hammer |
| Oberfeuerwehrmann |
Reiner Jolie |
| Feuerwehrmann |
Thomas Knaut, Wolfgang Mann, Jochen Wieduwilt |
| Unterfeuerwehrmann |
Maik Jolie |
| Anwärter |
Klaus Mattner, Maik Stephanski |
Am 04. Oktober 1985 zur Festveranstaltung 36. Jahrestag der DDR und 40 Jahre Bodenreform in Reußen werden einige Kameraden ausgezeichnet und befördert.
Die Wehren erhalten Geldprämien. Im Laufe des Jahres leisten die Kameraden viele Einsatzstunden beim Abriss der Hofscheune Wilde in Droyßig.
Mit der Goldenen Ehrennadel werden am 01. Mai 1986 Kameraden der FF ausgezeichnet. Es sind die Kameraden:
Albert Linke und Arthur Knaut.
Ab dem 27. Juni 1986 räumt die FF in mehreren Einsätzen den Abflussgraben im Ort. Es werden sogar die Platten des Kanal abgehoben, um darunter zu reinigen.
Im Jahr 1987 wird der Außenraum der unter Denkmalschutz stehenden Kirche durch uns freigelegt, da dieser unter Wasserschäden leidet.
Am 15. Juli 1987 mussten wir unsere geplante und gezahlte Fahrt in die CSSR zurücknehmen, da für diesen Termin auf staatliche Weisung hin, alle Busse zum Sportfest in Leipzig benötigt wurden.
Am 11. September um 18:00 Uhr gab es einen Probealarm. Die Wehren Hohenthurm, Reußen und Zwebendorf bilden eine "lange Wegstrecke" zur Getreidehalle Finke.
Im November 1988 wird in der alten Schmiede in Zwebendorf, in einer ehemaligen Hängerwerkstatt, das Feuerwehrgebäude eingerichtet. Dabei werden die Kameraden Knaut, Finke und Linke ausgezeichnet.
1989 Die Deutsche Einheit.
9. November 1990 es bildet sich ein Feuerwehrverband Saalkreis, dieser besteht aus 33 Wehren. Ehrenabzeichen und Medalien dürfen nicht mehr getragen werden. Hammer und Sichel sind aus dem Emblem zu entfernen. Aus den Beständen der aufgelösten Kampfgruppen der DDR erhalten wir am 13.12. 1990 Bekleidungsgegenstände.
Am 02.08. 1991 gibt es eine gemeinsame Versammlung der Kameraden aus Reußen und Zwebendorf.
Wehrleiter Wartalle aus Reußen und 18 Kameraden.
Wehrleiter F. Mann aus Zwebendorf und 14 Kameraden.
Die Feuerwehrsatzung des Landes Sachsen-Anhalts wird besprochen und erklärt.
Wir müssen mit Einsätzen bis zu 15 km rechnen, die Kostendeckend verrechnet werden.
Am 07.01.1994 findet ein Wehrleiterwechsel von Frieder Mann auf Michael Wieduwilt statt. Wir gehören zum Feuerwehrverband Osmünde und zum Wehrbereich Niemberg.
Im Jahr 1995 kommt es zu Umbauten im Gerätehaus, sowie der Kauf eines Feuerwehrautos.
Am 18. Juni 1999 wurden wir zum löschen eines PKW Brands zwischen Dammendorf und Schwerz gerufen. Am 30.07. 1999 Getreidefeldbrand zwischen Hohenthurm und Zwebendorf.
Am 15.08 – 18.08.2002 Hochwassereinsatz in Dessau Mildensee.
Am 17.08-18.08.2002 Hochwassereinsatz Dessau Waggonbau.
Im Jahr 2003 und 2004 leisteten alle Kameraden viele Arbeitsstunden an unserem neuen Gerätehaus in der Reideburger Str. 5.
Jede freie Minute wurde mit der Umgestaltung und Ausstattung verbracht.
Am 27.11. 2004 war es dann so weit, der Umzug der Feuerwehr ins neue Gerätehaus.
2005 sollte dann auch die Einweihung gefeiert werden.
Die Feier fand am 24. April 2005 statt.
125 Jahre FF Landsberg am 10. September 2005.
Am 01. April 2006 kommt es zu einem Wehrleiterwechsel von Michael Wieduwilt auf Enrico Kleppel.
Wehrleitung seit 01. April 2006
Wehrleiter: Enrico Kleppel
Stellvertr. Wehrleiter: Roland Blasczyk
Als Gäste zu der Wahl waren geladen:
Ortsbürgermeister Holger Rupp und der Stadtwehrleiter Uwe Sperling.
Am 01.06.2007 kippte auf der Auffahrt zur A 14 ein Geflügeltransport um.
Die Tiere kamen dabei um und mussten unter Atemschutz aus dem Transporter geholt werden.
Am 02. November Brand eines Schuppens in Hohenthurm.
Am 16. Januar 2008 stürzte bei IGEPA in Queis ein Hochregallager ein und begrub 5 Menschen unter sich.
Drei konnten gerettet werden, zwei kamen dabei ums Leben.
Kameraden vor Ort Lars Städter; Enrico Kleppel; Roland Blasczyk; Jens-Uwe Häusler; Jochen Wieduwilt und Wolfgang Mann.
Am 09.02.2008 Trauerfeier der bei dem Unglück verstorbenen Kai Böge und Kai Loos.
Am 21. April Brand einer Hecke und am 28. April Ödlandbrand am Bahndamm Reußen Richtung Peißen.
Eine Infoveranstaltung zum Thema Jugendfeuerwehr gab es am 17. Mai 2008. Acht Kinder möchten aufgenommen werden.
Am 24.Mai 2008 brachen die Kameraden zu einer Tagesfahrt in den Serengeti Park auf. Das Wetter war uns gut gesinnt.
Bei Fragen gerne per Mail an feuerwehr_reussen@freenet.de